Sauerstoff ist unter Normalbedingungen farb- und geruchlos, nicht brennbar, fördert jedoch die Verbrennung. Bereits geringe Anreicherungen erhöhen Verbrennungsgeschwindigkeiten deutlich, was zur Zündung von Materialien – in Armaturen insbesondere bei Öffnungs- und Schließvorgängen durch hohe Strömungsgeschwindigkeiten führen kann.
Hartmann Valves entwickelt und produziert hochwertige Kugelhähne speziell für den Einsatz in Sauerstoffanlagen. Durch die richtige Materialauswahl nach der DGUV 213-073 sowie EIGA-Richtlinien, den Einsatz von geprüften Dichtungen (z. B. BAM) sowie einer öl- und fettfreien Fertigung und Montage tragen unsere Sauerstoffarmaturen zu einem sicheren Betrieb von Sauerstoffanlagen auch bei hohen Temperaturen und Drücken bei.
Wir entwickeln und produzieren Zwei- und Mehrwege-Kugelhähne für Sauerstoffanlagen. Durch die richtige Auswahl des Designs und der Einhaltung wichtiger Vorschriften bei der Herstellung unserer Sauerstoffarmaturen können wir zu einem sicheren Betrieb bei der Absperrung von Sauerstoffanlagen beitragen und das auch bei hohen Temperaturen und Drücken. Unsere Sauerstoff-Kugelhähne kommen dann zum Einsatz, wenn Standardarmaturen an ihre Grenzen kommen.
Um Zündungen innerhalb der Anlage zu verhindern, sind bei der Herstellung von Sauerstoffarmaturen drei wesentliche Punkte zu beachten.

Die medienberührten Teile bestehen aus sauerstoffgeeigneten Metallen gemäß der DGUV 213-073 sowie dem IGC-Standard der EIGA. Dieser verbietet bei hohen Drücken die Verwendung von C- und Edelstählen und erlaubt nur spezielle „exempt materials“. Daher fertigen wir Kugelhähne in diesen Druckstufen ganz oder teilweise aus Materialien wie Messing, Monel oder Inconel, angepasst an Einsatzbereich und Anforderungen.

Die Dichtungsmaterialien müssen bei der Herstellung von Sauerstoffarmaturen sorgfältig ausgewählt werden. Die bei Hartmann zum Einsatz kommenden Dichtungsmaterialien wurden alle von Prüfinstituten wie z.B. der BAM (Bundesanstalt für Materialforschung) auf Sauerstoff-Ausbrennsicherheit für die jeweiligen Druck- und Temperaturbereiche geprüft.

Bereits kleinste Fettspuren können in Sauerstoff entzündlich wirken. Daher gelten bei der Fertigung strenge Regeln: gründliche Reinigung, Montage und Prüfung im separaten Sauerstoffbereich, Einsatz spezieller sauerstoffzugelassener Gleitmittel in minimalen Mengen sowie eine Dichtheitsprüfung mit Gas. Anschließend werden die Kugelhähne in Folie verpackt und als öl- und fettfrei gekennzeichnet.
Hartmann-Kugelhähne verfügen über eine rein metallische Abdichtung zwischen Kugel und Sitzring und erreichen eine hohe Gasdichtheit. Spezielle Konstruktionen und Materialien ermöglichen den Einsatz auch bei hohen Sauerstoffdrücken. Ergänzende Sicherheitsoptionen wie Double Isolation and Bleed (DIB) oder Double Block and Bleed (DBB) erhöhen zusätzlich die Betriebssicherheit in Sauerstoffanlagen.
-200°C bis 550 °C
bis 420 bar
z.B. Elektrolyse, Rektifikation (Linde-Verfahren), Pipeline-Verteilung, Stahlerzeugung
Spezial-Kugelhähne für Extrembedingungen sorgen für energieeffiziente Produktion und mehr Wirtschaftlichkeit in Ammoniakanlage.
Unsere Hochleistungs-Armaturen erfüllen nationale wie internationale Normen, darunter:

API 6A Kugelhähne kombinieren robuste Bauweise mit zuverlässiger Dichtung für den sicheren Einsatz in Hochdruck-Anwendungen. Entwickelt für langlebige Performance.

Für das sichere Umschalten und Verteilen von Medienströmen bieten diese Armaturen flexible Flusswege. Ausgelegt für zuverlässigen Betrieb, kurze Schaltzeiten und geringe Druckverluste.

Twin Ball Valves vereinen zwei unabhängige Absperrsysteme (zwei Kugeln) in einem Gehäuse und sind 0-Blasen-dicht sowie zwischen den Abschlüssen prüfbar. Kompakt, sicher, platz- und kostensparend.
Wir unterstützt Sie in allen Projektphasen: Von der Planung und Auslegung über die Fertigung bis zur Installation und regelmäßigen Überprüfung.
Sauerstoff ist farb- und geruchlos, nicht brennbar, fördert aber die Verbrennung. Bereits geringe Anreicherungen erhöhen die Verbrennungsgeschwindigkeit erheblich und können Materialien zünden. In Armaturen treten insbesondere bei Öffnungs- und Schließvorgängen hohe Strömungsgeschwindigkeiten auf. In Kombination mit Verunreinigungen oder ungeeigneten Werkstoffen/Gleitmitteln kann dies zu Zündung bzw. Ausbrand führen. Deshalb sind sauerstoffgeeignete Materialien, geprüfte Dichtungen sowie eine öl- und fettfreie Fertigung zentrale Sicherheitsfaktoren in der Auslegung und Herstellung von Sauerstoff-Kugelhähnen.
Hartmann Valves richtet sich nach der DGUV 213-073 und dem IGC-Sauerstoff-Standard der EIGA. Danach sind übliche Edelstähle sind je nach Wandstärke nur bis 26 bar einsetzbar. Bei höheren Drücken werden sogenannte „Exempt Materials“ druckabhängig ausgewählt, etwa Messing, Monel oder Inconel. Ziel ist es, Zündungen auch bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten und vorhandenen Kleinstpartikeln zu verhindern. Für Dichtungsteile werden ausschließlich Materialien verwendet, die von der BAM für die jeweiligen Druck- und Temperaturbereiche mit Sauerstoff geprüft und empfohlen wurden.
Vor der Montage erfolgt eine (Ultraschall-)Reinigung aller Einzelteile. Montage und Prüfung der Sauerstoff-Armaturen werden in einem getrennten Sauerstoffraum durchgeführt, um Verunreinigungen auszuschließen. Es werden nur Kleinstmengen sauerstoffgeeigneter Gleitmittel verwendet, geprüft wird ausschließlich mit Gas. Bei Einsatz von Druckluft erfolgt vorab ein Blottertest, um Verunreinigungen des Testmediums auszuschließen. Nach erfolgreicher Prüfung werden die Armaturen in Folie eingeschweißt und mit „öl- und fettfrei“ gekennzeichnet.
Die Sauerstoff-Kugelhähne von Hartmann Valves sind für hohe Anforderungen ausgelegt. Je nach Ausführung und Materialauswahl sind höhere Druckbereiche bis 420 bar möglich. Im Hochtemperaturbereich sind Temperaturen bis 550 °C erreichbar. Grundlage ist die Auswahl sauerstoffgeeigneter Materialien nach DGUV…, EIGA sowie BAM-geprüfter Dichtungsmaterialien für die jeweiligen Druck- und Temperaturbereiche.