Ammoniak (NH₃) gewinnt weltweit an Bedeutung – sowohl als chemischer Grundstoff als auch als Energieträger für den Transport und die Speicherung von Wasserstoff. In Europa entstehen neue Infrastrukturen für Ammoniak-Importterminals, Speicheranlagen und Tanklager, Ammoniak-Pipelines sowie Cracking-Anlagen zur Umwandlung von NH₃ in H₂. Diese Anwendungen stellen hohe Anforderungen an Dichtheit, Werkstoffe und Betriebssicherheit. Hartmann entwickelt dafür Armaturenlösungen, die individuell auf Medium, Temperatur, Druck und Betriebsweise ausgelegt werden.
Ammoniak ist ein toxisches und chemisch aktives Medium. Bereits geringe Leckagen können sicherheitsrelevant sein. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Dichtheit, Werkstoffbeständigkeit und Langzeitstabilität der eingesetzten Armaturen. Hartmann setzt dort an, wo Standardlösungen an ihre Grenzen stoßen, und entwickelt kundenindividuelle Lösungen für statische und dynamische Belastungen, Temperaturwechsel sowie den sicheren Betrieb in kritischen NH₃-Systemen.
bis 550 °C
PN 16 bis PN 690
für hohe Schaltzyklen und dynamische Lastfälle ausgelegt
Ammoniak-Importterminals, Speicheranlagen und Tanklager, Ammoniak-Pipelines, Cracking-Anlagen (NH₃ zu H₂), Verladung, Kavernen, Wasserstoff-Infrastruktur
Ammoniak ist ein toxisches und chemisch aktives Medium, bei dem bereits kleinste Leckagen sicherheitsrelevant sein können. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die eingesetzten Armaturen: Gefordert werden eine sehr hohe Dichtheit (Fugitive Emissions), Beständigkeit gegenüber NH₃ und Feuchtigkeit, die Vermeidung von Permeation, eine zuverlässige Funktion bei Temperaturwechseln sowie die Kontrolle eingeschlossener Volumina und eine Langzeitstabilität unter statischen und dynamischen Belastungen. Für solche kritischen Anwendungen kommen metallisch dichtende Kugelhähne zum Einsatz. Sie bieten entscheidende Vorteile gegenüber weichdichtenden Armaturen. Permeation sowie Alterung von weichdichtenden Sitzringen wird somit ausgeschlossen. Die rein metallisch dichtenden, gasdichten Kugelhähne zeichnen sich durch eine hohe Beständigkeit gegenüber Temperaturzyklen sowie eine zuverlässige Eignung für hohe Drücke und große Nennweiten aus.
Je nach Anwendung werden unterschiedliche Dichtkonzepte eingesetzt:
Terminals, Verladung, Speicherung, Kavernen und Wasserstoff-Infrastruktur.
Hartmann Armaturen für NH₃-Anwendungen können mit elektrischen Antrieben, pneumatischen, hydraulischen oder Schnellschlussantrieben bis 0,5 Sekunden ausgerüstet werden.
Unsere metallisch dichtenden Kugelhähne kommen immer dort zum Einsatz, wo weichdichtende Systeme an ihre Grenzen stoßen. In Ammoniak-Anwendungen verhindern sie Permeation und Leckagen, bieten eine hohe Beständigkeit gegenüber dem chemisch aktiven Medium und gewährleisten eine dauerhaft stabile Dichtheit auch unter dynamischen Betriebsbedingungen. Gleichzeitig sind sie für anspruchsvolle NH₃-Prozesse, hohe Drücke und Temperaturen sowie häufige Schaltzyklen ausgelegt. Das gasdichte Dichtsystem erfüllt Leckrate A und sorgt für eine dauerhaft sichere und wartungsarme Prozessführung.
Die Dichtheit unserer Armaturen wird im Rahmen technischer Prüfungen nach den jeweils relevanten Regelwerken verifiziert und erfolgt entsprechend der zugrunde gelegten Produktnorm. Unser interner Herstellerstandard liegt über den Anforderungen gängiger Prüfnormen wie API 598 und DIN 12266. Damit schaffen wir eine belastbare Grundlage für eine sehr hohe Absperrdichtheit in anspruchsvollen Anwendungen. Die interne Definition der Leckrate A wird angelehnt an die DIN ISO 5208.
Die rein metallische Abdichtung zwischen Kugel und Sitzring sorgt für hohe Verschleißfestigkeit, minimierten Wartungsaufwand und eine lange Standzeit.
Unsere Hochleistungs-Armaturen erfüllen nationale wie internationale Normen, darunter:
Benötigen Sie Unterstützung bei der Auslegung von Kugelhähnen für Ammoniak-Anwendungen? Unser Team berät Sie zu Lösungen für Terminals, Speicher, Pipelines und Wasserstoff-Infrastruktur sowie zur Auslegung bestehender Systeme – schnell und unkompliziert.
Metallisch dichtende Kugelhähne eignen sich besonders für kritische NH₃-Anwendungen, weil sie ohne Permeation auskommen, keine Alterung elastomerer Dichtungen aufweisen und auch bei Temperaturzyklen sowie hohen Drücken zuverlässig arbeiten. Sie sind damit eine robuste Lösung für Anwendungen, in denen Standardarmaturen an ihre Grenzen stoßen.
Je nach Anwendung werden unterschiedliche Dichtkonzepte eingesetzt. Dazu zählen metallisch dichtende Systeme, PTFE-Nutringe, FFKM, Hybridlösungen und Grafit. Die Auswahl erfolgt individuell auf Basis von Medium, Temperatur, Druck und Betriebsweise.